Gartenführungen

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Klimawerkler-Gartenführung 2018

Datum: 14.07.2018


Am vergangenen Samstag hatten wir wieder unsere heurige Gartenführung. Dieses Mal haben sich Cilly und Klaus Kremsreiter bereiterklärt, uns den Garten ihres Kapellerhofs zu zeigen und uns ganz herzlich begrüßt.

Wie immer war es ein sehr gelungener Rundgang, der uns durch Müsliriegel-Plantage, Hühnerauslauf, Feengarten, Gewächshäusl, Erdbeer-Himbeer- Johannisbeer-Jostabeerbeete bis zur Brotzeit auf der Terrasse führte…
Viele, viele Fragen aus dem eigenen Garten wurden gestellt (Kompost – wie/wann am besten verwenden? Durchsieben oder nicht? Kranke Tomaten weg oder aufpäppeln? Was tun mit kümmernden Obstbäumen oder Sternrußtau bei Rosen? Wie Himbeeren und Jostabeeren pflegen und vermehren? Welche Aloe-Arten kann man für Sonnenbrand nutzen?) und von einem der Anwesenden beantwortet!

Den eigenen Garten herzeigen – eine Herausforderung!
Wie im vergangenen Jahr bei Evi und Flori und im Jahr davor bei Monika und Martin sahen wir heuer wieder einmal, dass jeder seinen ganz eigenen Garten und Stil hat: der Garten ist der Spiegel seiner „Besitzer“! Jeder Garten ist einzigartig: danke, Cilly und Klaus, dass ihr uns habt über euren Zaun schauen lassen. Wir wissen: das ist eine Herausforderung! Unsere Klimawerkler-Gartenführungen dienen nicht dazu, einen perfekten Garten zu präsentieren! Es geht vielmehr darum, dass wir alle sehen, dass auch die Gärten der anderen gut sind, so wie sie sind. Wir sollten unsere überhoch gesteckten Ansprüche an unsere Gärten (immer kurzer Rasen und Beete sauber gejätet, viel großes Gemüse, keinerlei Krankheiten usw.) auf den Kompost werfen… Vielleicht kann dann nächstes Jahr noch was besseres wachsen? Noch mehr Vielfalt zum Beispiel? Wenn auch mal was „wild“ bleiben darf, ist garteln nicht soo viel Arbeit - und Bienen, Hummeln und Co. haben viel mehr davon! Und erst dann wird jeder Garten zum Paradies, in dem man neben Obst, Gemüse und Blumen auch Entspannung, Insektengesumm und Vogelgezwitscher ernten kann... Deshalb werden wir unsere Gartenführungen in Zukunft „Paradiesführungen“ nennen… und immer mehr dran denken, dass es im Paradies weder Rasenmäher noch Spritzmittel gab – aber vermutlich viele, viele Nützlinge!


Ausflug in die Vergangenheit

Dieses Mal gab es sogar Ausflüge in die Vergangenheit: Kapellersohn Franz Koch und seine Frau Rosi zeigten uns, wo früher Waschhaus und Backstube stand – und sie erzählten, dass es gemeinschaftlich mit dem benachbarten Weber-Anwesen genutzt wurde „der Kamin ging mitten durch den First und der war nur mit Lehm ummantelt – und ist dennoch nicht abgebrannt!“
Und Cilly zeigte uns einen alten Pflug, mit dem der Opa noch gepflügt hat.


Cilly wäre auch nicht sie, hätte sie nicht auch noch eine Liste ausgelegt, in der sich jede/r eintragen konnte, der/die eine ihrer vielfältigen Pflanzen abgestochen haben wollte: Duft-Nagerl oder Topinambur, Liebstöckel oder Erdbeeren oder Kren....

Spätestens beim Buffet aus lauter mitgebrachten Speisen (Linsen- und Wurst- und Couscoussalat, Zaziki, selbstgebackenes Brot und Beeren-buttercremetorte, Rote Grütze, Mousse au chocolat) waren wir wieder im Heute und es war wieder klar, dass es eine feine Sache ist, Klimawerkler zu sein.

Wir freuen uns jedenfalls auf die nächste Paradiesführung in 2019!