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Klimawerkler-Filmabend „More than Honey“

Datum: 18.11.2013


Am 15. November zeigte die Klimawerkstatt im Rathaus-Saal Inzell den preisgekrönten Kinofilm „More than Honey“. Trotz schwerer „Konkurrenz“ an anderen wichtigen Veranstaltungen konnten die Klimawerkler etwa 50 Interessierte begrüßen.

Mit neuen Aufnahmetechniken ermöglichte dieser Film fantastische Einblicke in das Innere des Bienenstocks, in die faszinierende Lebensweise des „Bien“.
Er entführte die Zuschauer in die Schweiz zu einem Imker, der noch auf althergebrachte Weise imkert, um die Reinheit seiner alten dunklen Bienen-Rasse kämpft, mit seinen Bienen fühlt und um ein verlorenes Volk trauert.

Außerdem bekam man einen Einblick in die industrielle Imkerei in den USA, bei der tausende Völker maschinell versorgt, mit großen LKW quer und längs durch den gesamten Kontinent von Plantage zu Plantage gefahren werden. Dort werden die Bienen u. a. Opfer von großangelegten Pestizidspritzungen und Antibiotikabehandlungen.

Ein Teil des Films wurde in China aufgenommen, wo es mittlerweile riesige Landstriche gibt, in denen wegen massivem Pestizideinsatz keine Bienen mehr leben können. Dort werden nun mangels Bestäuberinsekten auf Obst-Plantagen die Blüten – mit zuerst von Hand gesammelte Pollen - per Hand bestäubt.

Zwischendrin erweiterten Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Arbeiten zu Bienen in Deutschland unser Wissen über die unglaubliche Weisheit einzelner Bienen und des gesamten Volkes als „Bienenwesen“.

Mysterium Bienensterben

Es wurde klar, dass das Mysterium „Bienensterben“ kein Mysterium ist, sondern die Folge der Summe aller Stressfaktoren, denen die Bienen durch die menschliche Behandlung ausgesetzt sind. Gleichzeitig haben in Europa, Nordamerika und China Bienenvölker ohne Menschen keine Überlebenschance mehr. Eine besondere Rolle spielt hier die eingeschleppte Varroa-Milbe, die den Bienenvölkern sehr zusetzt.

Auf dieser filmischen Weltreise erleben die Zuseher, wie wertvoll ein Glasl „bayerischer Bienenhonig“ ist – und wie froh wir sein können, dass es Menschen gibt, die die Faszination Bienenhaltung zu ihrem Hobby gemacht haben.

Klimawerkstatt-Regal der Gemeindebücherei

Der gezeigte Film steht übrigens im Klimawerkstatt-Regal der Gemeindebücherei für die Ausleihe für jedermann/frau zur Verfügung.

Inzell blüht auf – Nahrung für unsere Bienen und Wildbienen

Zum Abschluss gab es noch einen kleinen selbstgemachten Imbiss und viele der Anwesenden nutzten die Zeit zu einer kleinen „Ratschrunde“. Dabei wurde auch über das Projekt „Inzell blüht auf“, das die Klimawerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein und den Inzeller Imkern im Frühjahr dieses Jahres ins Leben gerufen hat, gesprochen. Es lagen Handzettel mit Tipps zur bienenfreundlichen Bepflanzung von Balkonkästen und Gartenbeeten zur Mitnahme bereit – als Anregung für das kommende Frühjahr.

Die Unkosten für diesen Abend trägt die Klimawerkstatt. Ein besonderer Dank geht an Hans Huber für die Gestaltung der Plakate und Familie Karin und Konrad Kirmse für die viele Arbeit und Mühe - und die Getränkespenden!

Eingegangene Spenden gehen an Entwicklungshilfe-Projekt in Kenia

So gehen alle Spenden, die an diesem Abend gesammelt wurden – über 280 € - an ein Bienenprojekt der GLS-Treuhandstiftung in Kenia („Bienen für Kleinbäuerinnen und Umwelt“), womit dort ca. 5 Bienenvölker samt Ausrüstung für Kleinbäuerinnen angeschafft werden können. Herzlichen Dank an alle Spender!

Wir Klimawerkler haben uns sehr über den gelungenen Abend und die eingegangenen Spenden gefreut!