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Exkursion Sonnentor, Arche Noah

Datum: 31.07.2010


Vom 31.07. bis 01.08.2010 machten wir Klimawerkler eine Exkursion ins österreichische Wald- und Weinviertel.

Die Firma „Sonnentor“ in Zwettl und der Verein für die Entwicklung und Erhaltung der Kulturpflanzen-Vielfalt „Arche Noah“ in Schiltern waren das Ziel unserer zweitägigen Busreise Richtung Osten.
Bei Linz machten wir unsere Pause mit einem Picknick aus mitgebrachten Schmankerln. Im Stift Zwettl erwartete man uns zum Mittagessen. Dort schauten wir uns – natürlich - auch den Garten an.

Am Samstagnachmittag bekamen wir eine Führung durch die 1988 gegründete „Sonnentor Kräuterhandels-GmbH“ in Sprögnitz. Johannes Gutmann hatte damals eine Idee, mit der er belächelt wurde: die regional von Bio-Bauern angebauten Kräuterspezialitäten überregional und international vermarkten. Damit war dem „Bio-Trend“ zwar weit voraus, konnte aber in diesen Jahren in einer strukturschwachen Region in Österreich Fuß fassen und mit viel Witz und Durchhaltevermögen seine Firma ausbauen: „Man muss an seine Ideen glauben“ resümiert der Bauernsohn und heute vielfach ausgezeichnete Geschäftsmann. Wir waren beeindruckt. Von der Geschäftsidee, die ein Riesenerfolg wurde und heute Grundlage ist für eine Firma, in der 170 Menschen beschäftigt sind – und die 150 regionalen Bauern einen Absatzmarkt eröffnet. Oft haben wir an diesem Nachmittag den Slogan gehört über Johannes Gutmann:„vom Spinner zum Winner“. Schön zu erleben war auch die Freundlichkeit der Mitarbeiter, das Firmengelände (samt Kinderspielplatz mit Riesenschaukel) – und der DUFT in den Mischhallen!
Ein bissl irritiert hat uns, dass Sonnentor-Fruchtsaft und Gummibärlis bis nach Asien exportiert werden…

Am Abend erkundeten wir ein wenig Zwettl, sangen ein Marienlied in der Kirche…Danach haben wir uns mit musikalischer Unterhaltung (Simon hatte seine Ziach dabei und Anni die Gitarre…) mit Floris Freund Christian Löschenbrand (der bei Sonnentor arbeitet und uns vieles erzählen und erklären konnte) über die vielen Eindrücke des Tages ausgetauscht und das leibliche Wohl natürlich nicht zu kurz kommen lassen.

Am nächsten Tag stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: Der Tag zur Paradeiser-Vielfalt im Schaugarten von „Arche Noah“. Auch hier haben wir uns eine Führung durch den Garten geben lassen. Viele, viele Informationen zu Mangold, zur Saatgutvermehrung oder exotischen Geschichten wie heimischen Tabak- und Safrananbau (usw., usw.) nahmen wir mit nach Hause – und so manche Pflanzen- und Saatgutrarität trat mit uns den Heimweg von Schiltern an.

Seither sind einige von uns Mitglieder im Verein Arche Noah und bekommen den regelmäßigen „Newsletter“, der über Neuigkeiten zu alten Obst- und Gemüsesorten, Seminaren, Pflanzenmärkten in der Gegend oder auch anderen Themen wie zur EU-Saatgutreform informiert.

Gut, dass es solche Vordenker-Initiativen wie die Arche Noah gibt!
Wie wäre es sonst um unser altes Kulturgut Saatgut bestellt?

Ein feines Wochenende hatten wir Klimawerkler – das werden wir wiederholen!