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Inzell blüht auf – insektenfreundliche Gärten und Balkone

Datum: 09.03.2014


Vergangenes Jahr hat die Klimawerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Inzell und dem Gartenbauverein Inzell-Weißbach-Hammer das Projekt „Insektenfreundliche Gärten und Balkone – Inzell blüht auf“ ins Leben gerufen. Jetzt ist wieder Pflanz- und Aussaatzeit, deshalb bringen wir unser blühendes Projekt ins zweite Jahr.
Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Doch wo finden diese Insekten heute noch ihre Nahrung? Auf Feldern und Wiesen, öffentlichen Flächen und in Gärten blüht es immer weniger.
Wir ändern das – helfen Sie mit!
Unsere Kulturlandschaft soll wieder blühen – auch für uns Menschen!
Diese Tafel vom „Netzwerk blühende Landschaft“ wird in Inzell immer mehr in Gärten, Blumenbeeten und –kästen zu sehen sein.

Wir haben uns diesem „Netzwerk blühende Landschaft“ (www.bluehende-landschaft.de) angeschlossen, das auf die Bedrohung unserer bestäubenden Insekten – und wie man dem abhelfen kann, hinweist z. B.:

- Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen

- Verlängern Sie das Blütenangebot durch den Anbau von früh-, mittel- und spätblühenden Sorten; wichtig sind v. a. Pollen- und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer

- Vermeiden Sie gefüllt blühende Blumensorten, sie bieten keinen Nektar und Blütenstaub


Kräuter für Insekten:
Borretsch, Dill, Fenchel, Lavendel, Oregano, Rosmarin, Salbei, Thymian, Beinwell, Majoran und viele andere.
Im Gemüsebeet sorgen besonders Zucchini und Kürbis für Nektar und Blütenstaub.
Viele Kulturen können erst im Mai oder Juni gesät oder im Juli gepflanzt werden, andere räumen schon im Juni das Feld. Durch geschicktes Einbeziehen von Gründüngungspflanzen nicht nur nach der Ernte – also entsprechend einer Zwischenfrucht in der Landwirtschaft – sondern v. a. auch VOR Aussaat oder Pflanzung sind gleichzeitig viele Effekte erreicht: Bodenbedeckung und Humusaufbau, Unterdrückung von unerwünschten Beikräutern und ein Angebot von hervorragenden Nahrungsquellen für Bienen und andere Blütenbesucher.

Gründüngungspflanzen:
Phacelia, Ringelblume, Perserklee, Buchweizen und viele andere.

Übrigens: Geranien haben für Bienen und Co. nichts zu bieten - alternative Balkonblumen könnten z. B. sein:
Fächerblume, Kapuzinerkresse, Männertreu, Petunie, Portulakröschen, Stiefmütterchen, Vanilleblume, Fuchsie, Verbene…

Bienenfreundliche Ideen fürs Blumenbeet:
Astern, Indianernessel, Lein, Mädchenauge, malve, Sonnenhut, Fetthenne, Stockrose, Königskerze, Löwenmaul, Katzenminze und andere Kräuter…

Wer Blüten für „Bienen, Hummeln und Co.“ in seinem Umfeld wachsen lässt, hilft unseren bestäubenden Insekten – sie bedanken sich mit ihrer unendlich wichtigen „Arbeit“ bei uns. Wer bienenfreundliche Pflanzen aussät und pflanzt, lädt ein Stück Natur in seinen Garten/auf seinen Balkon ein. Wenn er das mit dieser Tafel im blühenden Beet auch kundtut, werden auch andere auf dieses Thema aufmerksam werden.
Die Klimawerkstatt hat solche „Bienenweide-Tafeln“ bestellt, sie können in den nächsten Tagen gegen die Selbstkosten von 10 €/Chiemgauer im Raiffeisen-Lagerhaus abgeholt werden.
Ein ganz herzlicher Dank geht an Karin und Simon Kirmse für die Gestaltung des schönen Handzettels „Insektenfreundliche Gärten und Balkone – Inzell blüht auf“, in dem all das beschrieben ist – und an Christian Niggl, der sie kostenfrei gedruckt hat!